
Stolzenau. Die Synode des Kirchenkreises Stolzenau-Loccum ist erstmals in Stolzenau zu einer neuen Amtszeit zusammengetreten. Viele der Synodalen und deren Stellvertreter waren anwesend und legten zu Beginn ihrer Sitzung ein Gelöbnis ab, dass sie ihre Arbeit „in Bindung an die Heilige Schrift und an das Bekenntnis der evangelisch-lutherischen Kirche“ leisten und danach trachten, „dass die Kirche in Einigkeit des Glaubens und in Gemeinschaft der Liebe wachse zu dem hin, der das Haupt ist, Christus.“
Der neue Superintendent des Kirchenkreises, Marco Voigt, begrüßte die Delegierten der Gemeinden und berichtete von einem vielfältigen, bunten Kirchenkreis, den er bereits in seinen ersten Amtstagen wahrgenommen hat. Als besondere Herausforderungen für die kommenden sechs Jahre sieht er den Umgang mit Personal- und Bauangelegenheiten. „Wie wird die Arbeit im Kirchenkreis und in der Kirche allgemein für Ehrenamtliche und Mitarbeitende attraktiv?“ „Wie soll künftig mit den Gebäuden der Kirchengemeinden umgegangen werden?“
Das neue Klimaschutzgesetz der Landeskirche Hannovers, das bereits 2045 eine Netto-Treibhausgasneutralität erreichen will, stellt eine besondere Herausforderung dar.
Wichtig wird es auch in den kommenden Jahren besonders für Jugendliche eine attraktive Kirche zu sein. Die Partnerschaft mit dem Eastern-Cape Kirchenkreis in Südafrika soll fortgesetzt und intensiviert werden, die Musik- und Diakoniestiftung sollen für die Menschen im Kirchenkreis Gutes bewirken. Künftig wird es auch vermehrt um eine Zusammenarbeit mit den Nachbarkirchenkreisen gehen. „Vertrauen Sie den neuen Wegen, den Kirchenkreis in die Zukunft zu führen“, rief Voigt den Synodalen zu.
Im Anschluss an seine Andacht und Ansprache kam es zu einer Reihe von Wahlen der einzelnen Gremien der Kirchenkreissynode. Diese wurden souverän durch den neuen Leiter des Kirchenamtes in Wunstorf, Sven Heindorf, und seinen Mitarbeitenden durchgeführt.
Aus den Reihen der Mitglieder der Synode wurde Dirk Bruns aus Uchte zum ersten Vorsitzenden gewählt, Ingo Krause aus Warmsen zu seinem Stellvertreter. Weitere Vorstandsmitglieder sind Wolfgang Graeve aus Rehburg, Ralf Buhre aus Jenhorst und Konstanze Freise aus Münchehagen.
In den Kirchenkreisvorstand, der die laufenden Geschäfte des Kirchenkreises führt, wurden die Pastorinnen Angela Thies und Maren Wehmeier, sowie Pastor Jens Mahlmann als ordinierte Mitglieder gewählt. Als Nichtordinierte sind dort künftig Birgit Hartwig, Sonja Hilker, Wolfgang Polacek, Karsten Sierk, Melina Grannemann und Christine Helmerking tätig.
Weiter wurde ein Finanzausschuss, ein Stellenplanungsausschuss und ein Bauausschuss aus den Reihen der Abgeordneten gebildet. Neu ist der Umweltausschuss, der die Belange des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit in die kirchliche Arbeit einbringen soll. Erneut wurden Ausschüsse für Diakonie, die Partnerschaftsarbeit mit Eastern-Cape Südafrika und ein Brot-für-die-Welt-Ausschuss gewählt. Mit den beiden Kuratorien der Musik- und Diakonie-Stiftung werden sie in den nächsten Jahren die Arbeit im Kirchenkreis wesentlich leisten und lenken.